| Weihnachtsspendenaktion 2008 |
| |
Girja Region, Äthiopien - Hoffnung für eine ganze Region: Schulbildung und Stärkung des Gemeinwesens (Kindernothilfe-Projekt 60772/AA/12)
Auch im Jahr 2008 unterstützt der Energieprofi Hasenkamp Sanitär Heizung Klima erneut die Weihnachtsaktion der Kindernothilfe „Spenden statt Präsente“ und wird somit seiner sozialen Verantwortung bewusst. Im Folgenden können Sie mehr über das aktuelle Projekte erfahren. Extreme Armut Die im tiefen Süden gelegene Hamburee Girja Region gehört zu den ärmsten und abgelegensten in Äthiopien. Die Familien leiden unter extremer Armut. Im gesamten Distrikt existieren nur 12 Schulen.
Nur wenige Kinder können daher den Unterricht besuchen. Beson-ders erschreckend ist die geringe Prozentzahl der Schülerinnen: Nur drei Prozent aller Mädchen gehen zur Schule. Doch auch viele der eingeschulten Kinder brechen den Schulbesuch vorzeitig ab, da sie als Minenarbeiter in der nahe gelegenen Goldmine arbeiten müssen, um Geld für ihre Familien zu verdienen.
In der Region ist die medizinische Versorgung völlig unzureichend. Es gibt nur ein einziges, sehr schlecht ausgestattetes Gesundheitszentrum und wenige geschulte Fachkräfte für die rund 40.000 Menschen, die in Girja wohnen. Die Familien müssen weite Strecken zurücklegen, um sich im Krankheitsfall behandeln zu lassen. Auch die Trinkwasser-Versorgung ist prekär: Ein Großteil der Bevölkerung hat keinen Zugang zu Trinkwasser und sanitären Anlagen. Die schlechte Gesundheitsvorsorge und das mangelnde Hygiene-Bewusstsein sind Gründe für die hohe Kindersterblichkeit und schwere Krankheiten in der Region. Mädchen und Frauen werden innerhalb der besonders traditionellen Gemeinschaften stark benachteiligt. Frauen haben kaum Mitbestimmungsrechte und werden im schlimmsten Fall als Eigentum des Mannes gehandelt. Auch bei der Erziehung und Verheiratung der Kinder oder der Teilnahme an Feiern werden Frauen meist nicht mit einbezogen. Vergewaltigungen und Gewalt innerhalb ihrer eigenen Familie gehören für viele zum Alltag. Mädchen leiden unter Frühverheiratung und genitaler Verstümmelung – eine Tradition, die auch in Äthiopien eigentlich längst verboten ist. Auch die polygamen Familienstrukturen haben schlimme Konsequenzen für die Frauen: Sie sind extrem gefährdet, sich über ihren Ehemann mit HIV/Aids anzustecken. Bei der Trennung oder beim Tod des Ehemannes verlieren sie und ihre Kinder zudem den gesamten Besitz an die Verwandtschaft des Mannes.
Das Projekt: Hoffnung für die ganze Region Mit der Spende unterstützt das Unternehmen Hasenkamp die Kindernothilfe und ihre Partner-Organisation, die „Rift Valley Children and Women Association“. Beide Organisationen setzen sich für die primäre Grundschulausbildung der Kinder in Girja ein und verbessern die lokale Gesundheitsversorgung. Brunnen und Zufahrtsstrassen sollen die Versorgung mit lebenswichtigem Trinkwasser und Lebensmitteln erleichtern. Zudem werden Mädchen vor der Genitalverstümmlung geschützt. Bei den Projektaktivitäten steht ein gemeindenaher, partizipativer Ansatz im Vordergrund, der auf die Eigeninitiative der Dorfbewohner setzt. Die dörflichen Strukturen und die lokale Verwaltung werden gestärkt, so dass die lokale Bevölkerung sich langfristig selbstständig versorgen kann.
Grundschulzentren für 3.100 Mädchen und Jungen Im Rahmen des Projekts werden 3.100 Mädchen und Jungen in Grundschulzentren eingeschult. Die Hälfte der neuen Schüler sind Mädchen. Qualifizierte Lehrer werden eingestellt, die den Unterricht möglichst partizipativ gestalten. Dank einer neuen Bibliothek können sich die Menschen eigenständig fortbilden. Ziel des Projekts ist es, bis zum Jahre 2010 die Hälfte aller Kinder im Girja Distrikt einzuschulen. Hierfür leisten die Projektmitarbeiter wichtige Aufklärungs- und Informationsarbeit, um den Einwohnern zu zeigen, wie wichtig Schulbildung für ihre Kinder und die gesamte Region ist.
Trinkwasservorsorge Meist ist es Aufgabe der Mädchen und Frauen, das Trinkwasser von den weit entfernt liegenden Wasserstellen zu schleppen. Durch die Projektarbeit soll die Wasserversorgung im Distrikt erheblich verbessert werden, um die Mädchen und Frauen zu entlasten. Es werden lokale Komitees für das Wassermanagement gegründet, die für die Instandhaltung der Wasserstellen und Sanitäreinrichtungen sorgen. Durch die Ausbesserung von Straßen wird den Familien der Zugang zu den Wasserstellen erleichtert.
Neue, alternative Einkommensquellen Die Viehwirtschaft ist für viele Familien die einzige Einkommensquelle. Viele Bauern sind jedoch gezwungen, ihren Viehbestand zu verkaufen – nur so können sie schlechte Ernten oder Dürren überwinden. Um die Familien nachhaltig zu stärken, erlernen sie im Rahmen des Projektes neue, alternative Einkommensmöglichkeiten. Zudem schließen sich die Bauern in Kooperativen zusammen, um so höhere Gewinne zu erzielen und ihre Einkommenssituation erheblich zu verbessern. Durch diese Maßnahmen wird der Verdienst der ärmeren Haushalte in den nächsten Jahren erheblich steigen. Gesundheitsvorsorge
Die Kindernothilfe und ihr Partner richten Gesundheitszentren ein, in denen insgesamt 15.000 Menschen aus den nahe liegenden Dörfern versorgt werden können. Insbesondere die Aufklärung über HIV/Aids ist von großer Bedeutung: Es werden „HIV/Aids-Clubs“ gegründet, die die lokale Bevölkerung über Ansteckungswege mit dem tödlichen Virus informiert. Zusätzlich nehmen die Einwohner an Trainings teil, im Rahmen derer sie über Ansteckungsgefahren, Krankheiten und Hygiene informiert werden. So entwickeln die Menschen ein größeres Bewusstsein für die Gesundheitsvorsorge. Dies soll auch die Kindersterblichkeit erheblich senken.
Frauen- und Kinderrechte Es werden 20 ausgebildete Rechtsberater eingestellt, die insbesondere Kinder und Frauen unterstützen. Im „Forum für Kinder und Frauen“ werden die Dorfgemeinschaften bezüglich Frauen- und Kinderrechtsverletzungen sensibilisiert. Durch diese Aufklärungsarbeit soll erreicht werden, dass traditionelle Praktiken, wie z.B. die Genitalverstümmelung, eingestellt werden. In Kinderrechte-Clubs lernen die Kinder ihre Rechte kennen und setzen sich dafür ein, dass diese durch die Erwachsenen respektiert werden.
|
|
|
|
Newsletter bestellen
|
Sie erhalten per E-Mail kostenlos Infos über Angebote und Neuheiten!
|
|
|