| Weihnachtsspendenaktion 2007 |
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Auch im Jahr 2007 unterstützt die Firma Hasenkamp erneut die Weihnachtsaktion der Kindernothilfe „Spenden statt Präsente“. Im Fokus steht das „Mbirikani Integrated Health & Development Project“ was die Hasenkamp GmbH schon seit mehren Jahren betreut hat und mit Ende diesen Jahres erfolgreich abgeschlossen wird.
Lesen Sie hierzu den vollständigen Projektbericht der Kindernothilfe: Projektbericht: Kindernothilfe-Projekt 65072 „Mbirikani Integrated Health & Development Project“ Hilfe für Massai-Familien in Kenia. Der Alltag vieler Massai-Familien ist hart und entbehrungsreich.
Seit Jahrhunderten leben sie als Nomaden in einer der trockensten Regionen Kenias. Sie sind Hirten, halten Rinder, Schafe und Ziegen; Esel dienen als Lasttiere. Wochenlange Dürreperioden zwingen die Familien zu einem sparsamen Umgang mit dem wertvollen Rohstoff Wasser. Damit wird die Wassersuche zu einer harten und anstrengenden Aufgabe, mit der bei den Massai-Familien traditionell Mädchen und Frauen betraut sind. In der Projektregion, im Mbirikani-Distrikt, müssen sie bis zu zehn Kilometer weit laufen, um Wasser für ihre Familien zu holen. Wasserspeicher gibt es kaum, daher müssen die Mädchen manchmal sogar mehrmals täglich den weiten Weg antreten.
Aufgabe der Jungen ist es, das Vieh zu tränken. Die Jungen begleiten ihre Rinder zu den weit entfernten Wasserstellen, um die sich Mensch und Tier zugleich drängen. Fäkalien verschmutzen das Trinkwasser. Infektionskrankheiten wie Diarrhöe, Typhus, Wurmerkrankungen und die Augenkrankheit Trachoma sind die schrecklichen Folgen. Die Unterstützung der Firma Hasenkamp trägt dazu bei, dass die Kindernothilfe und ihre Partner-Organisation AMREF den Massai-Familien nachhaltig helfen können. Schwerpunkte der Projektarbeit sind die Verbesserung der Wasserversorgung, die Stärkung der Mädchen und Frauen und die Aufklärung über Hygiene und Krankheiten wie zum Beispiel HIV/Aids. Die Projektarbeit im vergangenen Jahr Wasserversorgung.
Die bereits angelegte Wasserleitung wurde weiter ausgebaut, durch die die Trinkwasserversorgung erheblich erleichtert werden konnte. Zudem wurden alle ursprünglich geplanten Wasserstellen fertig gestellt – dies stellt eine große Erleichterung für den Alltag der Mädchen und Frauen in Mbirikani dar. Nun müssen sie nicht mehr so weite Wege zurücklegen, um Trinkwasser für ihre Familien zu holen.
Aufforstung und angepasster Landbau Die Verbesserung der Wasserversorgung hat auch positive Auswirkungen auf den Landbau in der trockenen Region: An zwei Schulen, einer Gesundheitsstation und an einer Wasserstelle konnten über 300 Setzlinge gepflanzt werden. Darüber hinaus haben die Familien aus eigener Initiative Setzlinge um ihre Manyattas, die traditionellen Wohnhütten, gepflanzt. Durch diese 2 Projektmaßnahmen werden die Menschen in Mbirikani darüber hinaus über die Erhaltung ihrer Umwelt und zum Thema Umweltschutz informiert.
Mädchen- und Frauenrechte Wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Stärkung der Stellung von Mädchen und Frauen in den traditionellen Gemeinschaften. In Mbirikani besuchen nur wenige Mädchen die Schule. Viele brechen den Schulbesuch vorzeitig ab, da sie schon in jungen Jahren verheiratet werden. Verstärkt setzen sich die Projektmitarbeiter daher dafür ein, dass in Zukunft mehr Mädchen die Schule besuchen. Um die Aufklärung und Bewusstseinsarbeit über Mädchen- und Frauenrechte zu fördern, wird eng mit den Eltern zusammengearbeitet. Ziel ist es, dass die Rechte und Bedürfnisse von Mädchen stärkere Beachtung finden. Zur Stärkung ihrer Rechte gehört auch, über die negativen Folgen der weiblichen Genitalverstümmelung, die in der Region noch sehr verbreitet ist, aufzuklären. Insbesondere junge, unverheiratete Massai-Männer, die keine Schule besucht haben, halten an dieser Tradition fest und akzeptieren keine unbeschnittenen Mädchen als Ehefrauen. Daher ist hier Aufklärungs- und Informationsarbeit besonders wichtig.
Selbsthilfegruppen für Frauen Die Projektarbeit wurde im vergangenen Jahr um eine neue Programmkomponente erweitert: Um die Frauen zu stärken, wurden Frauen-Selbsthilfegruppen gegründet. In den Gruppen lernen die Frauen, wie sie kleine Summen sparen und dadurch mehr Einkommen erwirtschaften können. Kleinkredite werden reihum verliehen, so dass die Frauen kleine Geschäftsideen umsetzen können. In den Gruppen lernen die Frauen viel über ausgewogene Ernährung, Gesundheitsvorsorge, Familienplanung, HIV/Aids, Gruppendynamik oder auch Konfliktlösung. Durch die Selbsthilfegruppen werden die Frauen zudem politisch gestärkt und erhalten ein größeres Mitspracherecht in den Dorfgemeinschaften. Ein weiterer Schwerpunkt der Projektarbeit im vergangenen Jahr war die Förderung der Kleinkinder in Mbirikani. Ein Kindergartengebäude wurde fast fertig gestellt, in dem zukünftig Kinder unterrichtet und betreut werden. Sieben Kindergarten-Komitees wurden darin geschult, die Kindergärten zu managen. In einem dreitägigen Training wurden 30 Kindergartenbetreuer weitergebildet, um ihre pädagogischen Fähigkeiten auszubauen. Darüber hinaus wurde ein pädagogisches Trainingshandbuch erstellt.
Weiterbildungen Zahlreiche Weiterbildungen ergänzten die praktische Projektarbeit. Insbesondere die Trainings für Einkommen schaffende Maßnahmen, die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen in der Erziehung und die Förderung von Frauen stehen dabei im Zentrum. Engagierte Projektmitarbeiter vermitteln den Massai-Familien grundlegende Kenntnisse über HIV/Aids und zeigen ihnen, wie sie sich durch Körperpflege und Hygiene vor anderen Infektionskrankheiten schützen können. Durch die Aufklärungs- und Informationsarbeit ist die Anzahl von Kindern, die unter Infektionskrankheiten leiden, bereits erheblich zurückgegangen. |
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