| Weihnachtsspendenaktion 2006 |
| |
Hilfe für Massai-Familien: „Mbirikani Integrated Health & Development Project“, Kenia (Projekt 65072) Auch im Jahr 2006 unterstützt die Firma Hasenkamp erneut die Weihnachtsaktion der Kindernothilfe „Spenden statt Präsente“ und wird somit seiner sozialen Verantwortung bewusst.
Im Folgenden können Sie mehr über das aktuelle Projekte erfahren: Zahlreiche Filme und Bücher haben den Massai ein Denkmal gesetzt. Dass der Alltag der Familien hart und entbehrlich ist, verschweigen dabei viele. Tatsächlich leben die Massai in einer der trockensten Regionen Kenias. Ein Großteil der Viehzüchter sind Nomaden, Rinder stellen ihre Haupteinnahmequelle dar. Regelmäßige wochenlange Dürreperioden zwingen die Familien zu einem sparsamen Umgang mit dem wertvollen Rohstoff Wasser:
Es regnet viel zu selten und zu wenig. Damit wird auch die Wassersuche zu einer harten und anstrengenden Aufgabe, die in Afrika traditionell Sache der Mädchen und Frauen ist. So auch bei den Massai: Im Durchschnitt müssen im Distrikt Mbirikani Frauen und Mädchen bis zu zehn Kilometer weit laufen, um Wasser für ihre Familien zu holen. Besonders mühsam ist der kilometerweite Rückweg mit der schweren Last auf Kopf und Schultern. Aufgrund der großen Armut, der häufigen Dürren und der einseitigen Ernährung sind die meisten Kinder und auch Erwachsenen mangelernährt und anfällig für Krankheiten. Ziel des Projektes ist es daher, die Lebensbedingungen der Massai-Familien in der Projektregion Mbirikani nachhaltig zu verbessern:
- Im Rahmen des Projektes, wird die Bevölkerung befähigt, einen besseren und sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser zu erhalten. - Die Verbreitung von Malaria soll bis zu 50 Prozent reduziert werden. - Der Zugang zu sanitären Anlagen und Hygiene-Workshops helfen, schwere Infektionen und Krankheiten zu verringern. - Die Gemeinschaft wird über die Gefahren von HIV/Aids aufgeklärt und erhält Tipps, wie sie Ansteckungen vermeiden kann. - Gemeinsam mit den Massai-Familien wurde die Wasserleitung fertig gestellt, mit deren Hilfe die Menschen einen leichteren Zugang zu Trinkwasser und Wasser für die Verwendung im Haushalt finden. Zusätzlich werden noch weitere Wasserstellen angelegt. Dies erleichtert insbesondere den Alltag von Mädchen und Frauen, da sie nun nicht mehr so lange Distanzen bei der Wassersuche zurücklegen müssen. - Insgesamt wurden drei „Wassermanagement-Komitees“ gegründet und beim Ministerium für Kultur und soziale Dienste offiziell registriert. Diese sind für die Wasserleitung und die verschiedenen Wasserstellen zuständig. Ebenfalls wurden acht lokale Handwerker geschult, die anfallende Reparaturen der Leitung durchführen. - In den Schulen wurden Workshops zum Thema persönliche Hygiene und die Nutzung von sanitären Einrichtungen durchgeführt. Extra hierfür ausgebildete Lehrer vermitteln den Kindern grundlegende Kenntnisse in Körperpflege zur Vermeidung von Krankheiten. Mit Erfolg: Bei den Kindern wurden weniger Infektionen wie z.B. Typhus, Cholera oder Wurmerkrankungen festgestellt. Um die Ausbreitung von Malaria zu verhindern, wurden über 300 Moskitonetze an die Familien verteilt. - Wesentlicher Teil der Projektarbeit ist die nachhaltige Verbesserung der Ernährungssituation der Familien. Wichtig hierbei ist es, den Familien den angepassten Landbau näher zu bringen. Gemeinsam mit der Bevölkerung wurden Setzlinge gepflanzt und Schulungen in neuen Anbaumethoden durchgeführt. - In Mbirikani wurde ein Modell-Gemeindezentrum eingerichtet, in dem die älteren Massai sich treffen, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam die Entwicklungsmöglichkeiten ihrer Dörfer zu diskutieren. Zudem können sie die Räume nutzen, um Massai-Kunsthandwerk auszustellen. - Durch Bewusstseinsarbeit sollen Themen wie Mädchen- und Frauenrechte mehr Gehör in der durch traditionelle Strukturen geprägten Gemeinschaft finden: Im letzten Jahr nahmen 248 Personen an Seminaren zur Bildung von Mädchen und 95 an Workshops zur Stärkung der Frauen teil. - Durch die Verbesserung der allgemeinen Lebensumstände konnten im letzten Jahr mehr Kinder die Schule besuchen. Durch den erleichterten Zugang zu Trinkwasser haben nun auch mehr Mädchen Zeit für den Unterricht. - 77 Jugendliche und Erwachsene nahmen an Seminaren zu alternativen Einkommen schaffenden Maßnahmen teil.
Mit der Unterstützung der Firma Hasenkamp kann die Kindernothilfe gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation AMREF über 2.990 Frauen und 1.990 Kinder unter 5 Jahren erreichen. Besonders viel Wert wird darauf gelegt, unterernährte, besonders arme und Kinder aus nomadischen Familien in die Projektarbeit mit einzubeziehen. |
|
|
|
Newsletter bestellen
|
Sie erhalten per E-Mail kostenlos Infos über Angebote und Neuheiten!
|
|
|