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Handwerker und Studierende profitieren voneinander - InnovationsAllianz stellt an der Hochschule Bochum erfolgreiche Beispiele der Zusammenarbeit vor Handwerksbetriebe sind eine wichtige Säule der deutschen Wirtschaft.
Doch gerade kleine, inhabergeführte Unternehmen stehen häufig vor der Herausforderung, sich trotz guter Ideen und Produkte am Markt zu behaupten.
Die InnovationsAllianz verbindet das Wissen von 25 NRW-Hochschulen mit Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft.Beim InnovationsDialog am Dienstag, 30. Juni, diskutierten Vertreter der Hochschule Bochum, der Handwerkskammer Dortmund und Unternehmen der Region über Besonderheiten im Innovationsprozess und -management in Handwerksunternehmen.
"Kleinere Handwerksunternehmen sind der Schlüssel zur Innovation", erklärte Prof. Dr. Jürgen Bock, Dekan des Fachbereichs Wirtschaft der Hochschule Bochum zum Auftakt der Veranstaltung. Darin liege aber oft auch das Problem, denn die Unternehmen können meist keine eigene Forschungsabteilung unterhalten. "Deshalb bietet sich eine Zusammenarbeit mit den Hochschulen geradezu an", so Prof. Bock. Die InnovationsAllianz NRW, an der auch die Hochschule Bochum beteiligt ist, will genau diese Lücke schließen: Das Fachwissen der Studierenden können Handwerksunternehmen einsetzen, um ihre Ideen voranzubringen und am Markt zu etablieren.
Eine Situation, von der beide Seiten profitieren können, wie das Beispiel der Hasenkamp GmbH zeigt. Dass André Kuntjoro vorher keinen Kontakt zu Sanitär- und Gebäudetechnik hatte, tat der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und dem Studierendem keinen Abbruch. "Ganz im Gegenteil", so Kuntjoro, der inzwischen die Marketingabteilung des Bochumer Unternehmens leitet, „ich konnte mein Marketingwissen gerade als Außenstehender gut einbringen.“ Er entwickelte neue Konzepte und sparte sogar noch Budget ein. Für Unternehmer Heinz Hasenkamp ist die Zusammenarbeit sowohl eine Entlastung als auch eine Möglichkeit neue Geschäftsfelder zu entdecken: "Wir verkaufen nicht mehr einfach nur Produkte, sondern Rundum-Pakete." Unterstützung für das Thema Marketing bietet auch der sogenannte Marketinglotse, ein Projekt, das die Handwerkskammer Dortmund koordiniert. Studierende werden in die betrieblichen Abläufe von Handwerksunternehmen eingebunden und helfen bei der Etablierung der neuen Produkte am Markt. Die Arbeitszeit ist auf einige Stunden pro Woche begrenzt und die Kosten für maximal ein Jahr sind überschaubar. Marketinglotsen haben so bereits geholfen, einen Friseurservice mit einem Gastronomiebetrieb zu verbinden oder einem Fleischermeister die Cateringidee für umliegende Büros zu etablieren.
Trotz der erfolgreichen Beispiele zögern viele, die Angebote anzunehmen – sowohl Handwerksunternehmen als auch Studierende. Von Seiten der Handwerker gibt es häufig Berührungsängste zu den Hochschulen und für viele Studierende ist das Handwerk auf den ersten Blick nicht attraktiv genug. "Daran arbeiten wir mit Veranstaltungen wie dieser", meint Prof. Bock, "wir sensibilisieren unsere Studierende für das Thema Handwerk und mittlerweile sind rund 75 Prozent der Diplomarbeiten im Fachbereich Wirtschaft praxisbezogen."
Veranstaltungsflyer Weitere Informationen zu Kooperationsmöglichkeiten mit der FH Bochum finden Sie unter folgendem Link. |
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